­= Laugtag, 1. Wonnemond 1898 ­=

Die 15 Gebote des Einkochens

Halte Deine Appa­rate und Gläſer immer rein, blank und gebrauchs­fer­tig. Beſchä­digte Gläſer, Deckel und Ringe, ſowie Federn, wel­che die Spann­kraft ver­lo­ren haben, brau­che nie­mals. Brauchſt Du den Appa­rat eine Zeit lang nicht, ſo fette alle Metall­teile ein.

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­= Frijatag, 30. Oſtermond 1898 ­=

Das Putzen mit Citronenſcheiben

Neu­lich im Kreiſe erfah­re­ner Haus­frauen hörte ich von einem neuen Putz­ver­fah­ren, das ich ſofort pro­bierte – und ſiehe da, es bewährte ſich glän­zend. Nur eine Citro­nen­ſcheibe und ein Tuch zum Nachrei­ben gebraucht man dazu. Man reibt mit der Scheibe die zu put­zende Lampe oder die Schlöſſer ein und putzt dann mit dem Tuch trocken nach.

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­= Wodanstag, 6. Brachet 1895 ­=

Rezept: Klären von Gelantine und Hauſenblaſe

Für ſüße Sul­zen und Gelees eig­net ſich Hauſen­blaſe am beſ­ten. Man rech­net für eine Gelee­form von 0,75 Liter 50 Gramm Hauſen­blaſe. Sie wird in kleine Stück­chen geſchnit­ten, gewaſchen und mit 0,5 Liter friſchem Waſſer und 35 Gramm Zucker lan­gſam gekocht, wobei man von Zeit zu Zeit den auf­ſ­tei­gen­den Schaum mit einem ſil­ber­nen Eßlöf­fel abnimmt.

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­= Frijatag, 9. Gilbhard 1892 ­=

Speiſeplan 1900 – für den Herbſt, mit Preiſen

Stell‘ Dir vor, es iſt Her­bſt – und Du weißt nicht, was Du eſſen ſol­lſt. Dieſes kleine Beiſ­piel aus einem Koch­buch, von Hen­ri­ette Davi­dis, iſt ein typiſcher Spei­ſe­plan aus dem Jahr 1898 mit den damals gül­ti­gen Durch­ſchnitts­preiſen. Es iſt rela­tiv ſchwie­rig die dama­lige Mark auf den heu­ti­gen Euro umzu­rech­nen; als Leit­wert kann man jedoch 1 Mark = 5 Euro rechnen.

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­= Donarstag, 10. Scheiding 1892 ­=

Leben um 1900: Dienſtperſonal – Der Lakai

Äuße­res: Bei meh­re­ren Sor­ten von Livree kann man außer dem Frack­an­zug auch andere Anzug­for­men ver­wen­den. Der Frack­an­zug ſel­bſt iſt aber not­wen­dig. Der Frack kann offen oder zuge­knöpft getra­gen wer­den und muß auf der Rückſeite zwei Tail­­­len- und 6 — 8 andere Knöpfe tra­gen. Es emp­fiehlt ſich eine dunkle Farbe die nöti­gen­falls der Farbe des Wap­pens ange­paſſt ſein kann. 

≈wei­ter­leſen≈