­= Montag, 19. Oktober 1895 ­=

Leben um 1900: Die Kleidung bei tiefer Trauer

Sehr einfach ist die Form, in welcher Herren ihre Trauer äußerlich Kennzeichnen: Ein Flor um den Hut und einen Arm dient als ausreichende Trauerkleidung. Dieser Flor wird zunächst um den Oberarm getragen, jedoch will es hier und da der Gebrauch, daß man den Flor um den Unteram legt; ebenso richtet es sich nach dem Ortsgebrauch, ob man den Flor um den rechten oder den linken Arm trägt. Von den Damen erfordert die Trauer auch äußerlich Opfer. = weiterlesen =

­= Freitag, 9. Oktober 1895 ­=

Speiseplan 1900 – für den Herbst, mit Preisen

Stell’ Dir vor, es ist Herbst – und Du weißt nicht, was Du essen sollst. Dieses kleine Beispiel aus einem Kochbuch, von Henriette Davidis, ist ein typischer Speiseplan aus dem Jahr 1898 mit den damals gültigen Durchschnittspreisen. Es ist relativ schwierig die damalige Mark auf den heutigen Euro umzurechnen; als Leitwert kann man jedoch 1 Mark = 6 Euro rechnen. = weiterlesen =

­= Donnerstag, 17. September 1895 ­=

Langes, volles und gesundes Haar – wie um 1900

Um langes, gesundes und volles Haar zu bekommen, muss man keinen großen Aufwand betreiben — und die Pflege ist erheblich günstiger, als man denken mag. Lediglich etwas Geduld ist von Nöten. Geschädigtes Haar kann man jedoch auch mit dieser Pflegemethode nicht wieder gesunden lassen. Ist die Struktur erst einmal beschädigt, hilft nur das Auswachsenlassen. Bei der Berücksichtigung der folgenden Empfehlungen können bereits nach wenigen Monaten erste Veränderungen wahrgenommen werden. = weiterlesen =

­= Donnerstag, 10. September 1895 ­=

Leben um 1900: Dienstpersonal – Der Lakai

Äußeres: Bei mehreren Sorten von Livree kann man außer dem Frackanzug auch andere Anzugformen verwenden. Der Frackanzug selbst ist aber notwendig. Der Frack kann offen oder zugeknöpft getragen werden und muß auf der Rückseite zwei Taillen- und 6—8 andere Knöpfe tragen. Es empfiehlt sich eine dunkle Farbe die nötigenfalls der Farbe des Wappens angepasst sein kann. = weiterlesen =

­= Mittwoch, 2. September 1895 ­=

Etikette: Anreden & Titel richtig anwenden

Man mag über die Titelsucht spotten und lächeln soviel man will – es wäre doch eine große Unhöflichkeit, wollte man jemand nicht mit dem Titel anreden, der ihm zukommt. Der Regierungsrat Lehmann würde es sehr übel nehmen, wenn man zu ihm sagte „Herr Lehmann“ anstatt „Herr Regierungsrat“, und Herr Geheimrat Müller würde es als Kränkung empfinden, wenn man ihn nur „Herr Rat“ anstatt mit „Herr Geheimrat“ nennen würde. = weiterlesen =