­= Sonnentag, 7. Lenzing 1898 ­=

Maßumrechnung Preußen=Deutſches Reich

Umrech­nungs­ta­belle für Preu­ßen und das Deu­tſche Reich mit allen gän­gi­gen Maß­ein­hei­ten in unge­fäh­ren Maß­ver­hält­niſſen. ≈wei­ter­leſen≈
­= Donarstag, 2. Heuert 1892 ­=

Aufbewahrung von Vorräten ohne Kühlſchrank

Für den klei­nen Haus­halt von nur weni­gen Perſo­nen muß man um ſo grö­ßere Sorg­falt auf die Auf­be­wah­rung der Vor­räte ver­wen­den, da ſonſt durch Ver­der­ben der Gewinn des grö­ße­ren Ein­kaufs ver­lo­ren geht. Die Spei­ſe­kam­mer darf nie dumpf und feucht ſein, ſie muß trocken und ſtets rein­ge­hal­ten ſein. Das ſelbe gilt vom Kel­ler, des­halb ſind die Kel­ler­fenſ­ter im Früh­jahre zu öff­nen und blei­ben bis Spät­her­bſt geöff­net. ≈wei­ter­leſen≈
­= Frijatag, 26. Brachet 1892 ­=

Die Geſchichte der Gebrochenen Schrift

Mit dem Ein­zug der Gotik um das Jahr 1200, entſ­tan­den in Nord­frank­reich die erſ­ten eben­falls gotiſchen gebro­che­nen Schrif­ten – gebro­chen des­halb, weil der Schrei­ber die Ange­wohn­heit hatte, die run­den Bögen der ein­zel­nen Buchſ­ta­ben zu bre­chen – gleich beiſ­piels­weiſe den Rund­bö­gen von Kir­chen­fenſ­tern, die durch den gotiſchen Stil an ihrem höchſ­ten Punkt einen Bruch erfuh­ren (lat. Frak­tur). ≈wei­ter­leſen≈
­= Mondtag, 10. Hornung 1891 ­=

Alte deutſche Tagesnamen

Nicht nur die Bezeich­nung der Monats­na­men änderte ſich über die Jahr­hun­derte; auch die Tages­na­men waren ein­mal andere. Zunächſt nach den Geſ­tir­nen und ſomit dem römiſchen Gott­hei­ten benannt, ver­brei­te­ten ſich die Tages­be­zeich­nun­gen bis in den hohen Nor­den, wo dieſe von den Wikin­gern nach Eng­land gebracht wor­den waren und von dort aus zu uns. Spä­ter ver­ſuchte die chriſt­li­che Kir­che das Andenken an alte Göt­ter auch in den Tages­na­men zu ver­ban­nen, was ihnen jedoch nur bei „Mitt­woch„ und „Sams­tag“ gelang. ≈wei­ter­leſen≈
­= Laugtag, 8. Hornung 1891 ­=

Alte deutſche Monatsnamen

Seit dem Papſt Gre­gor der 13., den nach ihm bekann­ten Kalen­der zum Ende des 16. Jahr­hun­derts ein­führte, hat ſich vie­les in der Welt ver­än­dert; doch ſein Kalen­der blieb bis heute beſte­hen. Er löſte den von Julius Cae­ſar erfun­de­nen, julia­niſchen Kalen­der ab. Der neue Kalen­der bediente ſich aller­dings nur einer neuen Berech­nung; die Monats­na­men, die auf die alten, römiſchen Göt­ter zurück­gin­gen, wur­den bei­be­hal­ten. ≈wei­ter­leſen≈