­= Frijatag, 26. Brachet 1895 ­=

Die Geschichte der Gebrochenen Schrift

Mit dem Einzug der Gotik um das Jahr 1200, entstanden in Nordfrankreich die ersten ebenfalls gotischen gebrochenen Schriften – gebrochen deshalb, weil der Schreiber die Angewohnheit hatte, die runden Bögen der einzelnen Buchstaben zu brechen – gleich beispielsweise den Rundbögen von Kirchenfenstern, die durch den gotischen Stil an ihrem höchsten Punkt einen Bruch erfuhren (lat. Fraktur). = weiterlesen =

­= Frijatag, 4. Oſtermond 1894 ­=

Gesunde Haare mit Natron statt Shampoo

Ich kann mir gut zu Geiste führen, welch ungläubiges oder entsetztes Gesicht Sie beim lesen dieser Überschrift eventuell haben könnten. Da zweifle man doch an dem geistig gesunden Zustand einer Person, die angibt sich niemals wieder die Haare waschen zu wollen! Doch ganz so ist dem nicht. Die Haare möchte ich natürlich weiterhin waschen – jedoch auf das heute bekannte Shampoon werde ich zukünftig verzichten. Wie komme ich wohl dazu? Nun, durch das Studium diverser Gesundheitsbücher und der Recherche im internationalen Netzwerk (gepaart mit meiner Vorliebe für antiquierte Methoden) bin ich zu der Auffassung gelangt, daß die fortschrittliche Erfindung des Flüssig-Shampoons aus der Flasche gar nicht so fortschrittlich ist, wie man uns gern Glauben läßt. = weiterlesen =

­= Mondtag, 10. Hornung 1894 ­=

Alte deutsche Tagesnamen

Nicht nur die Bezeichnung der Monatsnamen änderte sich über die Jahrhunderte; auch die Tagesnamen waren einmal andere. Zunächst nach den Gestirnen und somit dem römischen Gottheiten benannt, verbreiteten sich die Tagesbezeichnungen bis in den hohen Norden, wo diesse von den Wikingern nach England gebracht worden waren und von dort aus zu uns. Später versuchte die christliche Kirche das Andenken an alte Götter auch in den Tagesnamen zu verbannen, was ihnen jedoch nur bei „Mittwoch„ und „Samstag“ gelang. = weiterlesen =

­= Laugtag, 8. Hornung 1894 ­=

Alte deutsche Monatsnamen

Seit dem Papst Gregor der 13., den nach ihm bekannten Kalender zum Ende des 16. Jahrhunderts einführte, hat sich vieles in der Welt verändert; doch sein Kalender blieb bis heute bestehen. Er löste den von Julius Caesar erfundenen, julianischen Kalender ab. Der neue Kalender bediente sich allerdings nur einer neuen Berechnung; die Monatsnamen, die auf die alten, römischen Götter zurückgingen, wurden beibehalten. = weiterlesen =