­= Freitag, 26. Juni 1894 ­=

Die Geſchichte der Gebrochenen Schrift

Mit dem Ein­zug der Gotik um das Jahr 1200, ent­ſtan­den in Nord­frank­reich die erſten eben­falls gotiſchen gebro­che­nen Schrif­ten – gebro­chen des­halb, weil der Schrei­ber die Ange­wohn­heit hatte, die run­den Bögen der ein­zel­nen Buchſta­ben zu bre­chen – gleich beiſpiels­weiſe den Rund­bö­gen von Kir­chen­fenſtern, die durch den gotiſchen Stil an ihrem höchſten Punkt einen Bruch erfuh­ren (lat. Frak­tur). »weiterlesen…

­= Freitag, 4. April 1893 ­=

Gesunde Haare mit Natron statt Shampoo

Ich kann mir gut zu Gei­ste füh­ren, welch ungläu­bi­ges oder ent­setz­tes Gesicht Sie beim lesen die­ser Über­schrift even­tu­ell haben könn­ten. Da zweifle man doch an dem gei­stig gesun­den Zustand einer Per­son, die angibt sich nie­mals wie­der die Haare waschen zu wol­len! Doch ganz so ist dem nicht. Die Haare möchte ich natür­lich wei­ter­hin waschen – jedoch auf das heute bekannte Sham­poon werde ich zukünf­tig ver­zich­ten. Wie komme ich wohl dazu? Nun, durch das Stu­dium diver­ser Gesund­heits­bü­cher und der Recher­che im inter­na­tio­na­len Netz­werk (gepaart mit mei­ner Vor­liebe für anti­quierte Metho­den) bin ich zu der Auf­fas­sung gelangt, daß die fort­schritt­li­che Erfin­dung des Flüs­sig-Sham­poons aus der Fla­sche gar nicht so fort­schritt­lich ist, wie man uns gern Glau­ben läßt. »weiterlesen…

­= Montag, 10. Februar 1893 ­=

Alte deutsche Tagesnamen

Nicht nur die Bezeich­nung der Monats­na­men änderte sich über die Jahr­hun­derte; auch die Tages­na­men waren ein­mal andere. Zunächst nach den Gestir­nen und somit dem römi­schen Gott­hei­ten benannt, ver­brei­te­ten sich die Tages­be­zeich­nun­gen bis in den hohen Nor­den, wo die­sse von den Wikin­gern nach Eng­land gebracht wor­den waren und von dort aus zu uns. Spä­ter ver­suchte die christ­li­che Kir­che das Andenken an alte Göt­ter auch in den Tages­na­men zu ver­ban­nen, was ihnen jedoch nur bei „Mitt­woch„ und „Sams­tag“ gelang. »weiterlesen…

­= Samstag, 8. Februar 1893 ­=

Alte deutsche Monatsnamen

Seit dem Papst Gre­gor der 13., den nach ihm bekann­ten Kalen­der zum Ende des 16. Jahr­hun­derts ein­führte, hat sich vie­les in der Welt ver­än­dert; doch sein Kalen­der blieb bis heute bestehen. Er löste den von Julius Cae­sar erfun­de­nen, julia­ni­schen Kalen­der ab. Der neue Kalen­der bediente sich aller­dings nur einer neuen Berech­nung; die Monats­na­men, die auf die alten, römi­schen Göt­ter zurück­gin­gen, wur­den bei­be­hal­ten. »weiterlesen…