­= Montag, 1. April 1898 ­=

Rauke

Als Rucola (auch Rukola, Rauke, Aru­gula) wer­den ver­ſchie­dene Pflan­zen­ar­ten aus der Fami­lie der Kreuz­blü­ten­ge­wächſe gehan­delt. Rucola wird hauptſäch­lich als Salat­pflanze ange­baut. Im deu­tſchſpra­chi­gen Raum urſprüng­lich als Rauke bekannt, aber in Ver­geſſen­heit gera­ten, wur­den die Pflan­zen unter ihrem ita­lie­niſchen Namen wie­der popu­lär.

Unter Rucola wer­den im Weſent­li­chen zwei, teil­weiſe auch drei Arten aus zwei ver­ſchie­de­nen Gat­tun­gen ver­ſtan­den:

  • Gar­ten-Senfrauke (Eruca ſativa). Sie iſt die klaſſiſche Rauke. Die Pflanze wird nicht nur als Salat, ſon­dern in gerin­gem Umfang auch zur Gewin­nung von Öl aus den Samen ange­baut, daher ſtammt die volks­tüm­li­che Bezeich­nung Ölrauke.
  • Schmal­blätt­ri­ger Dop­pelſame (Diplo­ta­xis tenui­fo­lia). Sie hat klei­nere Blät­ter und einen intenſi­ve­ren Geſchmack. Der über­wie­gende Teil der im deu­tſchſpra­chi­gen Raum ange­bo­te­nen Blatt­ware für Salate ſtammt von dieſer Pflanze.
  • Mauer-Dop­pelſame (Diplo­ta­xis mura­lis). Ver­ein­zelt fin­den ſich Hin­weiſe, daſs dieſe Pflanze wie Diplo­ta­xis tenui­fo­lia ver­wen­det wer­den kann.

Verwendung der Rauke

Die jun­gen Blät­ter wer­den als Salat ver­wen­det. Ältere Blät­ter ſchmecken intenſiv und ſcharf. Sie wer­den eher als Würz­kraut ver­wen­det. Mit der Blüte wer­den die Blät­ter zur Ver­wen­dung zu bit­ter.

Für die Nut­zung als Salat wer­den die grun­dſtän­di­gen Blät­ter vor Aus­trieb des Stän­gels geern­tet. Der intenſive Geſchmack erin­nert an Kreſſe und Wal­nüſſe. Rucola wird auch als Würze zum Beiſpiel in Nudel­ge­rich­ten, Riſotto, Sup­pen, Ragouts, in Peſto und auf Piz­zen ver­wen­det.

Die Bei­miſchung von Rucola in grü­nem Salat iſt beſon­ders für die Tos­kana typiſch. Von dort ſtammt auch die Bezeich­nung Rucola. In ande­ren Regio­nen Ita­li­ens wird die Rauke oft anders bezeich­net, zum Beiſpiel Ruchetta oder Rughetta.

Rucola hat einen hohen Gehalt an Senf­ölen (Iſothio­cya­nate gebun­den in Form von Senf­öl­gly­koſi­den). Dieſe ſind beſtim­mend für den aro­ma­tiſchen und bit­te­ren Geſchmack. Auf­grund ſei­nes ſehr hohen Jod­ge­halts iſt der Gen­uſs von Rucola bei Schild­drüſen­un­ter­funk­tion empfehlenswert.Weiterhin weiſt die Pflanze einen hohen Gehalt an Glu­coſi­no­la­ten, Beta-Caro­tin und Folſäure auf.

Ähn­lich wie Spi­nat oder Blat­tſa­late kann die Pflanze unter beſtimm­ten Umſtän­den (unter ande­rem bei unſach­ge­mä­ßer Dün­gung) Nitrate in beſon­de­rem Maße anrei­chern, wie Pro­ben des Baye­riſchen Lan­des­amts für Geſund­heit und Lebens­mit­telſi­cher­heit erga­ben.

Seite „Rucola“. In: Wiki­pe­dia, Die freie Enzy­klo­pä­die. Bear­bei­tungs­stand: 26. Januar 2018, 12:30 UTC.
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