­= Montag, 19. Oktober 1894 ­=

Leben um 1900: Die Kleidung bei tiefer Trauer

Sehr ein­fach iſt die Form, in wel­cher Her­ren ihre Trauer äußer­lich Kenn­zeich­nen: Ein Flor um den Hut und einen Arm dient als aus­rei­chende Trau­er­klei­dung. Dieſer Flor wird zunächſt um den Ober­arm getra­gen, jedoch will es hier und da der Gebrauch, daß man den Flor um den Unteram legt; ebenſo rich­tet es ſich nach dem Orts­ge­brauch, ob man den Flor um den rech­ten oder den lin­ken Arm trägt. Von den Damen erfor­dert die Trauer auch äußer­lich Opfer. »weiterlesen…

­= Donnerstag, 10. September 1894 ­=

Leben um 1900: Dienſtperſonal – Der Lakai

Äuße­res: Bei meh­re­ren Sor­ten von Livree kann man außer dem Frack­an­zug auch andere Anzug­for­men ver­wen­den. Der Frack­an­zug ſel­bſt iſt aber not­wen­dig. Der Frack kann offen oder zuge­knöpft getra­gen wer­den und muß auf der Rückſeite zwei Tail­len- und 6 — 8 andere Knöpfe tra­gen. Es emp­fiehlt ſich eine dunkle Farbe die nöti­gen­falls der Farbe des Wap­pens ange­paſſt ſein kann. »weiterlesen…

­= Mittwoch, 2. September 1894 ­=

Etikette: Anreden & Titel richtig anwenden

Man mag über die Titelſucht ſpot­ten und lächeln ſoviel man will – es wäre doch eine große Unhöf­lich­keit, wollte man jemand nicht mit dem Titel anre­den, der ihm zukommt. Der Regie­rungs­rat Leh­mann würde es ſehr übel neh­men, wenn man zu ihm ſagte „Herr Leh­mann“ anſtatt „Herr Regie­rungs­rat“, und Herr Geheim­rat Mül­ler würde es als Krän­kung emp­fin­den, wenn man ihn nur „Herr Rat“ anſtatt mit „Herr Geheim­rat“ nen­nen würde. »weiterlesen…

­= Sonntag, 23. August 1894 ­=

Etikette: Verhalten während des Geſpräches

Auch bei Geſprä­chen iſt es wich­tig, Hal­tung zu bewah­ren. Wel­che Emp­feh­lun­gen und Regeln bei gemeinſa­men Geſprä­chen um 1900 gal­ten, habe ich aus meh­re­ren Benimm-Büchernt ent­nom­men: »weiterlesen…

­= Mittwoch, 5. August 1894 ­=

Etikette: Das Mitbringen von Viſitenkarten zu Beſuch

Die Viſie­ten- oder Beſu­cher­karte ſpielt bei Beſu­chen eine große Rolle. Sie ſei nicht zu klein und nicht zu groß und ent­halte nur den Vor- und Zuna­men, ſowie die kurze Angabe des Stan­des des Inha­bers. Die Woh­nungs­an­gabe wird in grö­ße­ren Orten zweck­mä­ßig ſein. »weiterlesen…