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Heidelbeeren

1. Juni 201930. September 2019

Die Hei­del­beere (Vac­ci­nium myrt­il­lus) iſt eine Art aus der Gat­tung der Hei­del­bee­ren (Vac­ci­nium) in der Fami­lie der Hei­de­kraut­ge­wächſe (Eri­caceae).
Ihre Ver­wen­dung als Bee­ren­o­bſt bzw. Wald­frucht färbt auf­grund des dunk­len Frucht­fleiſches Zähne und Zunge blau.

Die häu­fig im Super­markt­han­del erhält­li­chen Kul­tur­hei­del­bee­ren ſtam­men dage­gen nicht von der in Europa hei­miſchen Hei­del­beere ab, ſon­dern von der Ame­ri­ka­niſchen Hei­del­beere (Vac­ci­nium corym­boſum) und ande­ren nord­ame­ri­ka­niſchen Arten. Sie erzeu­gen, da ihr Frucht­fleiſch hell iſt, keine Blau­fär­bung im Mund ſofern ſie unver­ar­bei­tet ver­zehrt wer­den.

Die Hei­del­beere wird regio­nal auch Beſinge oder Beſing genannt, wei­tere mund­art­li­che und regio­nale Namen ſind Blau­beere, Schwarz­beere, Moll­beere, Wild­beere, Wald­beere, Bick­beere, Zeck­beere, Moos­beere oder (beſon­ders auch ſchweiz. und ſüd­deut.) Heu­beere.

Heidelbeeren als Heilmittel

Als Heil­droge die­nen die getrock­ne­ten, rei­fen Früchte bzw. die friſchen oder tief­ge­fro­re­nen Früchte. Wei­ter­hin die getrock­ne­ten Blät­ter.

Haupt­wir­kſtoffe: In den Früch­ten Cate­chin­ger­bſtoffe, dimere Pro­an­tho­cya­ni­dine, Antho­cya­ni­dine (wie z. B. Aſtra­ga­lin), Fla­vo­noide, Caf­feoylſäu­ren, Fruch­tſäu­ren, Pek­tine, Invertzucker.

In den Blät­tern außer Ger­bſtof­fen Iri­doide, Phe­nol­car­bonſäu­ren, in gerin­ger Menge Chi­no­li­zi­d­i­nal­ka­loide, Arbu­tin und Hydro­chi­non höchſtens in Spu­ren, ein rela­tiv hoher Gehalt an Chrom und Man­gan. Über das frü­her ange­ge­bene „Glu­ko­ki­nin“ Neo­myr­ti­lin gibt es keine neue­ren Unterſu­chun­gen.

Anwen­dung: Die getrock­ne­ten Bee­ren ſind auf­grund des Ger­bſtoff­ge­halts und der Pek­tine ein belieb­tes Volks­heil­mit­tel gegen Durch­fall, ebenſo der mit Rot­wein angeſetzte Hei­del­beer­wein. Friſche Früchte in grö­ße­ren Men­gen genoſſen wir­ken dage­gen abfüh­rend.

Der ver­dünnte Saft oder 10%ige Abko­chun­gen kön­nen als Gur­gel­mit­tel bei leich­ten Ent­zün­dun­gen im Mund- und Rachen­raum ange­wen­det wer­den. Die iſo­lier­ten Antho­cya­ni­dine haben eine kapil­larab­dich­tende Wir­kung bei krank­haf­ter Kapil­lar­brü­chig­keit, z. B. bei Dia­be­tes, und ſie wer­den in Fer­tig­prä­pa­ra­ten gegen Netz­hau­ter­kran­kun­gen und Stö­run­gen des Nacht- und Däm­me­rungs­ſe­hens, zur Epi­thel­re­ge­ne­ra­tion bei Magen- und Darm­geſchwü­ren, äußer­lich zur Ver­nar­bung von Wun­den ein­geſetzt.

Im Zwei­ten Welt­krieg wur­den den eng­liſchen Bom­ber­pi­lo­ten Stun­den vor dem Start nach Deu­tſch­land Hei­del­beer­prä­pa­rate ver­ab­reicht, um ihre Nach­tſeh­taug­lich­keit zu ſtär­ken. In der Volks­me­di­zin gel­ten Hei­del­beer­blät­ter als blut­zuckerſen­kend, ohne daſs bis­her eine anti­hy­per­gly­kämiſch wir­kende Sub­ſtanz nach­ge­wieſen wer­den konnte. Ob der Chrom­ge­halt der Blät­ter mög­li­cher­weiſe für eine der­ar­tige Wir­kung ver­ant­wort­lich iſt, bedarf noch wei­te­rer Unterſu­chun­gen.

Da bei län­ge­rem Gebrauch Ver­gif­tungs­erſch­ei­nun­gen auf­tre­ten kön­nen und die Wir­kſam­keit nicht belegt iſt, wird von der Anwen­dung von Zube­rei­tun­gen aus Hei­del­beer­blät­tern abge­ra­ten.

Seite „Hei­del­beere“. In: Wiki­pe­dia, Die freie Enzy­klo­pä­die. Bear­bei­tungs­ſtand: 4. Mai 2019, 20:45 UTC.
URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Heidelbeere&oldid=188226988 (Abge­ru­fen: 4. Mai 2019, 20:59 UTC)

Details

Beginn:
1. Juni 2019
Ende:
30. Sep­tem­ber 2019
Ver­an­stal­tungs­ka­te­go­rie:
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