Das Urholstein Wochenblatt – Auskunft

Hochverehrter, teurer Leser!

Mein Name ist Chri­stine Hen­ri­etta Katar­zyna Eli­sa­beth von Mesek-Sikor­ski, und ich möchte Sie gnä­digst auf mei­nen Sei­ten Will­kom­men hei­ßen!

Alles fing damit an, daß ich als Kind auf dem Schoße mei­ner gelieb­ten Groß­mutter, Rosa von Mesek-Sikor­ski, saß, und wir gemein­sam in den alten Fami­li­en­al­ben blät­ter­ten. Als ich die wun­der­schö­nen Kabi­net­fo­tos mei­ner Ver­wand­ten, mit ihren stil­vol­len Klei­dern sah, keimte in mir die Liebe zum 19. Jahr­hun­dert auf und wurde über die Zeit immer stär­ker. Bis zum heu­ti­gen Tage hat sich an die­ser Vor­liebe für die „Gute alte Zeit“ nichts geän­dert.

Ich sammle haupt­säch­lich Bücher aus die­ser Zeit, jedoch hat sich – nahezu unbe­merkt – mein Wohn­raum mit den Jah­ren in ein klei­nes Museum ver­wan­delt.
Bis auf ein wenig moderne Elek­tro­nik, erin­nert kaum etwas in mei­nen Räu­men daran, in wel­cher Zeit ich tat­säch­lich lebe. Anfang die­sen Jah­res (2017) habe ich mich nun dazu ent­schlos­sen, mein Pri­vat­le­ben nahezu voll­kom­men auf die Ver­gan­gen­heit umzu­stel­len und wei­test­ge­hend zu authen­ti­sie­ren.

Auf den fol­gen­den Sei­ten möchte ich zukünf­tig meine Reise in die Ver­gan­gen­heit doku­men­tie­ren, meine neu­sten Recher­chen ver­öf­fent­li­chen und über die Freu­den und Lei­den berich­ten, die einen wäh­rend einer der­ar­ti­gen Umstel­lung erwar­ten kön­nen und hoffe, daß Sie meine „kleine Welt“ zu unter­hal­ten ver­mag.

Hoch­ach­tungs­voll
Chri­stine von Mesek-Sikor­ski, 1897

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Ich bitte um Nach­sicht, soll­ten mir Ortho­gra­phie­feh­ler unter­lau­fen; ich würde mich über das Anzei­gen der­sel­ben per Leser­brief beson­ders freuen. 

Stellungnahme zu politischen und sozialen Ansichten

Ich möchte aus­drück­lich dar­auf hin­wei­sen, daß ich trotz mei­nem gro­ßen Inter­esse für das Zeit­al­ter um 1900  n i c h t  mit den zu die­ser Zeit vor­herr­schen­den poli­ti­schen und dis­kre­mi­nie­ren­den Ansich­ten kon­form gehe; fer­ner bin ich mir durch­aus bewusst, daß nicht alles posi­tiv war und möchte auch keine roman­ti­sie­rende Sicht der Dinge ver­mit­teln. Viel­mehr möch­ten ich mich an die dama­lige, hoch­qua­li­ta­tive Hand­werks­kunst, an das erfin­de­ri­sche Schal­ten und Wal­ten im Hause ohne die heu­ti­gen tech­ni­schen Annehm­lich­kei­ten,  und an das Auge für alles Schöne und Beson­dere in All­tag und Kunst erin­nern, dies wei­ter­le­ben las­sen und Dinge auf­zeich­nen, die sonst even­tu­ell in Ver­ges­sen­heit gera­ten könn­ten oder bereits sind.

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