­= Mondtag, 19. Gilbhard 1888 ­=

Leben um 1900: Die Kleidung bei tiefer Trauer

Sehr ein­fach iſt die Form, in wel­cher Her­ren ihre Trau­er äußer­lich Kenn­zeich­nen: Ein Flor um den Hut und einen Arm dient als aus­rei­chen­de Trau­er­klei­dung. Dieſer Flor wird zunächſt um den Ober­arm getra­gen, jedoch will es hier und da der Gebrauch, daß man den Flor um den Unter­am legt; ebenſo rich­tet es ſich nach dem Orts­ge­brauch, ob man den Flor um den rech­ten oder den lin­ken Arm trägt. Von den Damen erfor­dert die Trau­er auch äußer­lich Opfer. ≈wei­ter­leſen≈
­= Donarstag, 10. Scheiding 1888 ­=

Leben um 1900: Dienſtperſonal — Der Lakai

Äuße­res: Bei meh­re­ren Sor­ten von Livree kann man außer dem Frack­an­zug auch ande­re Anzug­for­men ver­wen­den. Der Frack­an­zug ſel­bſt iſt aber not­wen­dig. Der Frack kann offen oder zuge­knöpft getra­gen wer­den und muß auf der Rückſei­te zwei Tail­­­len- und 6—8 ande­re Knöp­fe tra­gen. Es emp­fiehlt ſich eine dunk­le Far­be die nöti­gen­falls der Far­be des Wap­pens ange­paſſt ſein ≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 2. Scheiding 1888 ­=

Etikette: Anreden & Titel richtig anwenden

Man mag über die Titelſucht ſpot­ten und lächeln ſoviel man will — es wäre doch eine gro­ße Unhöf­lich­keit, woll­te man jemand nicht mit dem Titel anre­den, der ihm zukommt. Der Regie­rungs­rat Leh­mann wür­de es ſehr übel neh­men, wenn man zu ihm ſag­te „Herr Leh­mann“ anſtatt „Herr Regie­rungs­rat“, und Herr Geheim­rat Mül­ler wür­de es als Krän­kung ≈wei­ter­leſen≈
­= Sonnentag, 23. Ernting 1888 ­=

Etikette: Verhalten während des Geſpräches

Die Kör­per­hal­tung ſei unge­zwun­gen. Bei einem Geſpräch im Ste­hen ſte­he man ſtill, bei einem Geſpräch im Sit­zen leh­ne man ſich nicht hin­ten­über und ſchla­ge nicht die Bei­ne über­ein­an­der. Hier­von ſind Aus­nah­men zuläſſig, wenn es ſich um gute Bekann­te han­delt. ≈wei­ter­leſen≈