­= Frijatag, 30. Oſtermond 1894 ­=

Das Putzen mit Citronenſcheiben

Neu­lich im Kreiſe erfah­re­ner Haus­frau­en hör­te ich von einem neu­en Putz­ver­fah­ren, das ich ſofort pro­bier­te – und ſie­he da, es bewähr­te ſich glän­zend. Nur eine Citro­nenſchei­be und ein Tuch zum Nach­rei­ben gebraucht man dazu. Man reibt mit der Schei­be die zu put­zen­de Lam­pe oder die Schlö­ſſer ein und putzt dann mit dem Tuch trocken nach. ≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 6. Brachet 1891 ­=

Rezept: Klären von Gelantine und Hauſenblaſe

Für ſüße Sul­zen und Gelees eig­net ſich Hauſen­blaſe am beſten. Man rech­net für eine Gelee­form von 0,75 Liter 50 Gramm Hauſen­blaſe. Sie wird in klei­ne Stück­chen geſchnit­ten, gewaſchen und mit 0,5 Liter friſchem Waſſer und 35 Gramm Zucker lan­gſam gekocht, wobei man von Zeit zu Zeit den auf­ſtei­gen­den Schaum mit einem ſil­ber­nen Eßlöf­fel abnimmt. ≈wei­ter­leſen≈
­= Donarstag, 20. Ernting 1888 ­=

Befeuerung des Küchenherdes

Damit die Spei­ſen auf dem Koch­herd gut gera­ten, muß man in erſter Linie auf geei­ne­te Befeue­rung bedacht ſein. Um einen gro­ßen Hirt­ze­grad zu erzeu­gen, bedient man ſich am zweck­mä­ßi­gſten der Stein­koh­le, doch ſind Braun­koh­le oder Bri­ketts für die Ver­wen­dung beim Kochen bei­na­he mehr geeig­net, da ſie lan­gſa­mer bren­nen und eine mil­de­re Glut ver­brei­ten. Bri­retts bie­ten außer­dem den Vor­teil, daß man genau berech­nen kann, wie viel Befeue­rung man braucht und ſind eins der bil­li­gſten Brenn­ma­te­ria­le. ≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 19. Ernting 1888 ­=

Rezept: Vanille-Eis, 1903

In einer Kaſſe­rol­le kocht man 0,5 Liter gute Milch, tut 60 Gramm Zucker dar­an und eine Stan­ge fein­geſchnit­te­ne und in ein rei­nes Läpp­chen gebun­de­ne Vanil­le, dann quirlt man 6 Eidot­tern dazu, nimmt das Läpp­chen mit der Vanil­le her­aus und rührt die Maſſe ſo lan­ge, bis ſie kalt wird. Sobald dies geſche­hen iſt, tut man ſie in eine Eis­bü­chſe und läßt ſie gefrie­ren. ≈wei­ter­leſen≈