= Laugtag, 1. Wonnemond 1894 =
Die 15 Gebote des Einkochens
Halte Deine Apparate und Gläſer immer rein, blank und gebrauchsfertig. Beſchädigte Gläſer, Deckel und Ringe, ſowie Federn, welche die Spannkraft verloren haben, brauche niemals. Brauchſt Du den Apparat eine Zeit lang nicht, ſo fette alle Metallteile ein. ≈weiterleſen≈
= Frijatag, 30. Oſtermond 1894 =
Das Putzen mit Citronenſcheiben
Neulich im Kreiſe erfahrener Hausfrauen hörte ich von einem neuen Putzverfahren, das ich ſofort probierte – und ſiehe da, es bewährte ſich glänzend. Nur eine Citronenſcheibe und ein Tuch zum Nachreiben gebraucht man dazu. Man reibt mit der Scheibe die zu putzende Lampe oder die Schlöſſer ein und putzt dann mit dem Tuch trocken nach. ≈weiterleſen≈
= Wodanstag, 6. Brachet 1891 =
Rezept: Klären von Gelantine und Hauſenblaſe
Für ſüße Sulzen und Gelees eignet ſich Hauſenblaſe am beſten. Man rechnet für eine Geleeform von 0,75 Liter 50 Gramm Hauſenblaſe. Sie wird in kleine Stückchen geſchnitten, gewaſchen und mit 0,5 Liter friſchem Waſſer und 35 Gramm Zucker langſam gekocht, wobei man von Zeit zu Zeit den aufſteigenden Schaum mit einem ſilbernen Eßlöffel abnimmt. ≈weiterleſen≈
= Frijatag, 9. Gilbhard 1888 =
Speiſeplan 1900–für den Herbſt, mit Preiſen
Stell’ Dir vor, es iſt Herbſt — und Du weißt nicht, was Du eſſen ſollſt. Dieſes kleine Beiſpiel aus einem Kochbuch, von Henriette Davidis, iſt ein typiſcher Speiſeplan aus dem Jahr 1898 mit den damals gültigen Durchſchnittspreiſen. Es iſt relativ ſchwierig die damalige Mark auf den heutigen Euro umzurechnen; als Leitwert kann man jedoch 1 Mark = 5 Euro rechnen. ≈weiterleſen≈
