= Frijatag, 26. Brachet 1888 =
Die Geſchichte der Gebrochenen Schrift
Mit dem Einzug der Gotik um das Jahr 1200, entſtanden in Nordfrankreich die erſten ebenfalls gotiſchen gebrochenen Schriften — gebrochen deshalb, weil der Schreiber die Angewohnheit hatte, die runden Bögen der einzelnen Buchſtaben zu brechen — gleich beiſpielsweiſe den Rundbögen von Kirchenfenſtern, die durch den gotiſchen Stil an ihrem höchſten Punkt einen Bruch erfuhren (lat. Fraktur). ≈weiterleſen≈
= Mondtag, 10. Hornung 1887 =
Alte deutſche Tagesnamen
Nicht nur die Bezeichnung der Monatsnamen änderte ſich über die Jahrhunderte; auch die Tagesnamen waren einmal andere. Zunächſt nach den Geſtirnen und ſomit dem römiſchen Gottheiten benannt, verbreiteten ſich die Tagesbezeichnungen bis in den hohen Norden, wo dieſe von den Wikingern nach England gebracht worden waren und von dort aus zu uns. Später verſuchte die chriſtliche Kirche das Andenken an alte Götter auch in den Tagesnamen zu verbannen, was ihnen jedoch nur bei „Mittwoch„ und „Samstag“ gelang. ≈weiterleſen≈
= Laugtag, 8. Hornung 1887 =
Alte deutſche Monatsnamen
Seit dem Papſt Gregor der 13., den nach ihm bekannten Kalender zum Ende des 16. Jahrhunderts einführte, hat ſich vieles in der Welt verändert; doch ſein Kalender blieb bis heute beſtehen. Er löſte den von Julius Caeſar erfundenen, julianiſchen Kalender ab. Der neue Kalender bediente ſich allerdings nur einer neuen Berechnung; die Monatsnamen, die auf die alten, römiſchen Götter zurückgingen, wurden beibehalten. ≈weiterleſen≈
