= Wodanstag, 8. Heuert 1888 =
Rezept: Selbſtgemachte Milch-Schokolade, 1890
Man rechnet ein Täfelchen gute Schokolade (35 Gramm) auf eine Taſſe Milch und ſchneidet oder bricht ſie in Stücke, gibt etwas Milch dazu in eine Pfanne und rührt ſie, wenn ſie weich wird, fein damit ab. Nun gibt man die übrige Milch dazu und läßt die Schokolade unter fleißigem Rühren gut aufkochen. ≈weiterleſen≈
= Frijatag, 3. Heuert 1888 =
Rezepte: Erfriſchende Getränke für den Sommer, 1899
Wenn das Thermometer die höchſten Temperaturen erklimmt und man ſich äußerlich kaum noch zu erfriſchen vermag, dann hilft eine zuſätzliche Kühle von innen heraus, welche für neue Kraft und angemehme Erquickung ſorgt. Folgend Rezepte für erfriſchende kalte Getränke: ≈weiterleſen≈
= Donarstag, 2. Heuert 1888 =
Aufbewahrung von Vorräten ohne Kühlſchrank
Für den kleinen Haushalt von nur wenigen Perſonen muß man um ſo größere Sorgfalt auf die Aufbewahrung der Vorräte verwenden, da ſonſt durch Verderben der Gewinn des größeren Einkaufs verloren geht. Die Speiſekammer darf nie dumpf und feucht ſein, ſie muß trocken und ſtets reingehalten ſein. Das ſelbe gilt vom Keller, deshalb ſind die Kellerfenſter im Frühjahre zu öffnen und bleiben bis Spätherbſt geöffnet. ≈weiterleſen≈
= Frijatag, 26. Brachet 1888 =
Die Geſchichte der Gebrochenen Schrift
Mit dem Einzug der Gotik um das Jahr 1200, entſtanden in Nordfrankreich die erſten ebenfalls gotiſchen gebrochenen Schriften — gebrochen deshalb, weil der Schreiber die Angewohnheit hatte, die runden Bögen der einzelnen Buchſtaben zu brechen — gleich beiſpielsweiſe den Rundbögen von Kirchenfenſtern, die durch den gotiſchen Stil an ihrem höchſten Punkt einen Bruch erfuhren (lat. Fraktur). ≈weiterleſen≈
