= Donarstag, 3. Scheiding 1888 =
Rezept: Bereitung von Schmierſeife aus Küchenabfällen
Dieſe Seife wird mit Kalilauge bereitet. Man verwendet ebenfalls Fettabgänge, die man, wie in unſerem Artikel zur Betreitung von Kernſeife beſchrieben auskocht. Außer dieſen muß man aber auch noch Öl hinzunehmen, Hanf‑, Raps‑, oder Leinöl. Man ſiedet Öl und Fett ſolange mit Kalilauge, bis eine gleichmäßige Maſſe entſtanden. ≈weiterleſen≈
= Wodanstag, 2. Scheiding 1888 =
Rezept: Bereitung weißer Kernſeife aus Küchenabfällen
Man ſammelt ſämtliche Fettabgänge des Haushalts, als da ſind Schwarten, Wurſtzipfel, Hammelfett, braungewordenes Backfett, Saucenfett, zu ſcharf gebratenes Schweinefett, Haſenfett, Hirſchtalg uſw. Ehe man es zum Seifekochen verwenden kann, muß man hieraus den klaren Talg gewinnen; dies geſchieht auf dem Wege des Auskochens. ≈weiterleſen≈
= Sonnentag, 9. Ernting 1888 =
Rezept: Haarefärben mit Henna
Das Färben der Haare iſt um 1900 verpönt. Unter anderem findet man z.B. Ausſagen, wie: „Noch lächerlicher aber wirkt es, wenn jemand plötzlich auf den Gedanken kommt, ſeinem Haar eine andere Farbe zu geben. Die Ausführung dieſes nur auf Laune oder ganz verkehrter Eitelkeit beruhenden Verlangens muß in jedem Falle den ärgſten und und berechtigſten Spott hervorufen.“ ≈weiterleſen≈
= Wodanstag, 17. Scheiding 1887 =
Experiment: Wäſche waſchen mit Roſskaſtanien
Vor ein paar Tagen machte ich mich mit meinem Weidenkorb auf, um Roſskaſtanien zu ſammeln. Roſskaſtanien enthalten eine relativ hohe Konzentration an ſogg. Saponinen (lat. Sapo = Seife) bzw. ſteroidalen Glykoalkaloiden, welche gelöſt in Waſſer einen ſeifenartigen Schaum ergeben. Gibt man nun möglichſt kleingemahlene Roſskaſtanien zur Wäſche, kommt dieſe ſauber und geruchsneutral aus der Trommel. ≈weiterleſen≈
