­= Wodanstag, 3. Lenzing 1894 ­=

Rezept: Vanille-Auflauf, 1902

0,25 Liter gute Milch oder Rahm wird mit einem Stück­chen klein­geſchnit­te­ner oder geſto­ße­ner Vanil­le auf­ge­kocht, kalt­geſtellt und vor dem Gebrauch geſeiht. Dann gibt man 50 Gramm fei­nes Mehl in eine Pfan­ne, nebſt 50 Gramm geſto­ße­nem Zucker, 1 Eidot­ter, 1 Körn­chen Salz, rührt es mit dem Vanil­le-Rahm lan­gſam recht fein ab und gibt 50 Gramm friſche But­ter hin­ein. ≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 6. Brachet 1891 ­=

Rezept: Klären von Gelantine und Hauſenblaſe

Für ſüße Sul­zen und Gelees eig­net ſich Hauſen­blaſe am beſten. Man rech­net für eine Gelee­form von 0,75 Liter 50 Gramm Hauſen­blaſe. Sie wird in klei­ne Stück­chen geſchnit­ten, gewaſchen und mit 0,5 Liter friſchem Waſſer und 35 Gramm Zucker lan­gſam gekocht, wobei man von Zeit zu Zeit den auf­ſtei­gen­den Schaum mit einem ſil­ber­nen Eßlöf­fel abnimmt. ≈wei­ter­leſen≈
­= Frijatag, 9. Gilbhard 1888 ­=

Speiſeplan 1900–für den Herbſt, mit Preiſen

Stell’ Dir vor, es iſt Her­bſt — und Du weißt nicht, was Du eſſen ſol­lſt. Dieſes klei­ne Beiſpiel aus einem Koch­buch, von Hen­ri­et­te Davi­dis, iſt ein typiſcher Spei­ſe­plan aus dem Jahr 1898 mit den damals gül­ti­gen Durch­ſchnitts­preiſen. Es iſt rela­tiv ſchwie­rig die dama­li­ge Mark auf den heu­ti­gen Euro umzu­rech­nen; als Leit­wert kann man jedoch 1 Mark = 5 Euro rech­nen. ≈wei­ter­leſen≈
­= Tiustag, 1. Scheiding 1888 ­=

Rezept: Engliſcher Citronencremepudding, 1889

Dieſes lecke­re Rezept für Citro­nen­creme­pud­ding iſt lei­der nichts für Kin­der, da er mit Citro­nen­li­kör zube­rei­tet wird. Anſtatt deſſen kann man jedoch auch ein Likör­glas voll Sirup ver­wen­den. Da das Rezept, wie damals üblich, für Holz- bzw. Koh­le­öfen gedacht iſt, iſt kei­ne Grad­an­ga­be zum Backen ange­ge­ben. ≈wei­ter­leſen≈