= Wodanstag, 2. Scheiding 1888 =
Etikette: Anreden & Titel richtig anwenden
Man mag über die Titelſucht ſpotten und lächeln ſoviel man will — es wäre doch eine große Unhöflichkeit, wollte man jemand nicht mit dem Titel anreden, der ihm zukommt. Der Regierungsrat Lehmann würde es ſehr übel nehmen, wenn man zu ihm ſagte „Herr Lehmann“ anſtatt „Herr Regierungsrat“, und Herr Geheimrat Müller würde es als Kränkung ≈weiterleſen≈
= Sonnentag, 23. Ernting 1888 =
Etikette: Verhalten während des Geſpräches
Die Körperhaltung ſei ungezwungen. Bei einem Geſpräch im Stehen ſtehe man ſtill, bei einem Geſpräch im Sitzen lehne man ſich nicht hintenüber und ſchlage nicht die Beine übereinander. Hiervon ſind Ausnahmen zuläſſig, wenn es ſich um gute Bekannte handelt. ≈weiterleſen≈
= Donarstag, 20. Ernting 1888 =
Befeuerung des Küchenherdes
Damit die Speiſen auf dem Kochherd gut geraten, muß man in erſter Linie auf geeinete Befeuerung bedacht ſein. Um einen großen Hirtzegrad zu erzeugen, bedient man ſich am zweckmäßigſten der Steinkohle, doch ſind Braunkohle oder Briketts für die Verwendung beim Kochen beinahe mehr geeignet, da ſie langſamer brennen und eine mildere Glut verbreiten. Briretts bieten außerdem den Vorteil, daß man genau berechnen kann, wie viel Befeuerung man braucht und ſind eins der billigſten Brennmateriale. ≈weiterleſen≈
= Wodanstag, 5. Ernting 1888 =
Etikette: Das Mitbringen von Viſitenkarten zu Beſuch
Die Viſieten- oder Beſucherkarte ſpielt bei Beſuchen eine große Rolle. Sie ſei nicht zu klein und nicht zu groß und enthalte nur den Vor- und Zunamen, ſowie die kurze Angabe des Standes des Inhabers. Die Wohnungsangabe wird in größeren Orten zweckmäßig ſein. ≈weiterleſen≈
