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Gedicht in acht Zeilen

Der Früh­ling taſte­te ſich vor­ſich­tig durch Schnee und Eis, erſte zar­te Knoſ­pen zeig­ten ſich an Baum und Boden. Am offe­nen Fenſter ſit­zend, die erſten Son­nenſtrah­len abfan­gend und dem Vogel­chor lauſchend, ver­faſſte ich fol­gen­des kur­zes Stück:

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Gedicht in acht Zeilen

Ich trau’ mich nicht es zu ſagen,
es iſt ſchon ſo lan­ge her –
ich trau’ mich nicht dich zu fra­gen,
mein Mut, der reicht nicht für mehr.

Ich glau­be, du wirſt ſchon wiſſen,
was ich dir ſagen will –
ich wünſch­te du wür­deſt mich küſſen,
drum bin ich auch heu­te ſo ſtill.

- CvMS, 1883 -

Erſtellt am: 12.03.1876 | von: Chriſtine von Mesek-Sikorski

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