= Donarstag, 20. Ernting 1888 =
Befeuerung des Küchenherdes
Damit die Speiſen auf dem Kochherd gut geraten, muß man in erſter Linie auf geeinete Befeuerung bedacht ſein. Um einen großen Hirtzegrad zu erzeugen, bedient man ſich am zweckmäßigſten der Steinkohle, doch ſind Braunkohle oder Briketts für die Verwendung beim Kochen beinahe mehr geeignet, da ſie langſamer brennen und eine mildere Glut verbreiten. Briretts bieten außerdem den Vorteil, daß man genau berechnen kann, wie viel Befeuerung man braucht und ſind eins der billigſten Brennmateriale. ≈weiterleſen≈
= Wodanstag, 19. Ernting 1888 =
Rezept: Vanille-Eis, 1903
In einer Kaſſerolle kocht man 0,5 Liter gute Milch, tut 60 Gramm Zucker daran und eine Stange feingeſchnittene und in ein reines Läppchen gebundene Vanille, dann quirlt man 6 Eidottern dazu, nimmt das Läppchen mit der Vanille heraus und rührt die Maſſe ſo lange, bis ſie kalt wird. Sobald dies geſchehen iſt, tut man ſie in eine Eisbüchſe und läßt ſie gefrieren. ≈weiterleſen≈
= Tiustag, 18. Ernting 1888 =
Rezept: Rindfleiſch-Brühe, 1886
Um eine gute Brühe zu bereiten, ſchlägt man voreſt die Abfälle und Knochen des Rindfleiſches in Stücke, wäſcht ſie ab und ſetzt ſie mit kaltem Waſſer auf. Sobald das Waſſer kocht, fügt man das Fleiſch, welches vorher auch gewaſchen wurde, und Suppengrünes hinzu. ≈weiterleſen≈
= Donarstag, 2. Heuert 1888 =
Aufbewahrung von Vorräten ohne Kühlſchrank
Für den kleinen Haushalt von nur wenigen Perſonen muß man um ſo größere Sorgfalt auf die Aufbewahrung der Vorräte verwenden, da ſonſt durch Verderben der Gewinn des größeren Einkaufs verloren geht. Die Speiſekammer darf nie dumpf und feucht ſein, ſie muß trocken und ſtets reingehalten ſein. Das ſelbe gilt vom Keller, deshalb ſind die Kellerfenſter im Frühjahre zu öffnen und bleiben bis Spätherbſt geöffnet. ≈weiterleſen≈
