­= Wodanstag, 2. Scheiding 1888 ­=

Rezept: Bereitung weißer Kernſeife aus Küchenabfällen

Man ſam­melt ſämt­li­che Fett­ab­gän­ge des Haus­halts, als da ſind Schwar­ten, Wurſt­zip­fel, Ham­mel­fett, bra­un­ge­wor­de­nes Back­fett, Sau­cen­fett, zu ſcharf gebra­te­nes Schwei­ne­fett, Haſen­fett, Hirſch­t­alg uſw. Ehe man es zum Sei­fe­ko­chen ver­wen­den kann, muß man hier­aus den kla­ren Talg gewin­nen; dies geſchieht auf dem Wege des Aus­ko­chens. ≈wei­ter­leſen≈
­= Sonnentag, 9. Ernting 1888 ­=

Rezept: Haarefärben mit Henna

Das Fär­ben der Haa­re iſt um 1900 ver­pönt. Unter ande­rem fin­det man z.B. Aus­ſa­gen, wie: „Noch lächer­li­cher aber wirkt es, wenn jemand plötz­lich auf den Gedan­ken kommt, ſei­nem Haar eine ande­re Far­be zu geben. Die Aus­füh­rung dieſes nur auf Lau­ne oder ganz ver­kehr­ter Eitel­keit beru­hen­den Ver­lan­gens muß in jedem Fal­le den ärgſten und und berech­ti­gſten Spott her­vo­ru­fen.“ ≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 17. Scheiding 1887 ­=

Experiment: Wäſche waſchen mit Roſskaſtanien

Vor ein paar Tagen mach­te ich mich mit mei­nem Wei­den­korb auf, um Roſs­kaſta­ni­en zu ſam­meln. Roſs­kaſta­ni­en ent­hal­ten eine rela­tiv hohe Kon­zen­tra­ti­on an  ſogg. Sapo­ni­nen (lat. Sapo = Sei­fe) bzw. ſte­ro­ida­len Gly­ko­al­ka­lo­iden, wel­che gelöſt in Waſſer einen ſei­fen­ar­ti­gen Schaum erge­ben. Gibt man nun mög­lichſt klein­ge­mah­le­ne Roſs­kaſta­ni­en zur Wäſche, kommt dieſe ſau­ber und geruchs­neu­tral aus der Trom­mel. ≈wei­ter­leſen≈
­= Frijatag, 12. Scheiding 1887 ­=

Experiment: Zähneputzen mit Natron

Da man Natron bekannt­lich für und gegen alles ver­wen­den kann, trau­te ich mich nun dar­an es eben­falls als Zahn­pul­ver zu ver­wen­den. Was in eng­liſchſpra­chi­gen Gegen­den ſchon län­gſt kein Geheim­nis mehr iſt, iſt hier­zu­lan­de noch viel zu wenig bekannt. Natron iſt nicht nur eines der beſten Hil­fen gegen Ver­fär­bun­gen der Zäh­ne, ſon­dern es beugt eben­falls Zahn­be­lä­gen und Kari­es vor. ≈wei­ter­leſen≈