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Serie: Casualty 1900s — Alltag im Krankenhaus 1900

[embe­dyt] https://www.youtube.com/watch?v=TT_unPvIdWQ[/embedyt]

Caſu­al­ty 1900s iſt eine drei­tei­li­ge Kur­zſe­rie, deren Geſchich­ten ſich auf den Kran­ken­haus­ak­ten, den Tage­bü­chern der Schweſtern und Pati­en­ten des Lon­don Hoſpi­tal begrün­den. Die drei Tei­le ſind Caſu­al­ty 1906, Caſu­al­ty 1907 und 1909. Auch hier geht es um die bahn­bre­chen­den Neue­run­gen und Ent­deckun­gen in der Medi­zin, den täg­li­chen Kampf gegen den Tod zwiſchen Armut und Kri­mi­na­li­tät in Lon­don. Dieſe Serie wur­de nur durch den BBC aus­geſtrahlt und iſt aus­ſchließ­lich im eng­liſchen Ori­gi­nal­ton erhält­lich.

Die Geſchich­ten fok­kuſſie­ren ſich hauptſäch­lich auf das Leben der Schweſtern im Lon­don Hoſpi­tal, in der erſten Staf­fel wer­den jun­ge Schweſternſchü­le­rin­nen ange­lernt, die bereits am Anfang gänz­lich in den har­ten Kran­ken­haus­all­tag einſtei­gen; wel­cher gezeich­net iſt von alko­hol­kran­ken Kin­dern und Jugend­li­chen, unpro­feſſio­nell durch­ge­führ­ten Abtrei­bun­gen, Schuſs- und Meſſer­wun­den, Unheil­ba­ren Fäl­len von Syphi­lis und Schwin­dſucht und hoher Sterb­lich­keits­ra­te unter Neu­ge­bo­re­nen.
Das ſtän­dig über­füll­te Kran­ken­haus ſetzt die jun­gen Schü­le­rin­nen aller­lei Situa­tio­nen aus, die man ſich heu­te lie­ber nicht vor­ſtel­len mag. So ſtirbt eine der Schweſtern nach kur­zer Dienſt­zeit durch unvor­ſich­ti­ges Arbei­ten ſel­bſt an einer unheil­ba­ren Infek­ti­ons­krank­heit. Auch die dama­li­gen medi­zi­niſchen Metho­den wir­ken auf den unbe­darf­ten Betrach­ter ſicher recht aben­teu­er­lich; ſo erhält, in einer wei­te­ren Epiſo­de, das Lon­don Hoſpi­tal eine bahn­bre­chen­de Neue­rung: den Rönt­gen­ap­pa­rat — ange­bo­ten und vor­ge­führt von einem geſchäfts­tüch­ti­gen Ver­tre­ter, pro­biert er ſei­nen neu­ar­ti­gen Appa­rat gleich an meh­re­ren Ärz­ten aus. Daſs dazu (nach heu­ti­ger Erkent­niſs) lie­ber ein Bleiſchutz getra­gen wer­den ſoll­te, iſt damals noch nicht bekannt.

Auch bei dieſem Bil­dſpiel­mehr­tei­ler emp­feh­le ich den zart­beſai­te­ten Perſo­nen viel­leicht eher Abſtand zu neh­men. Die fühe­ren Ver­hält­niſſe in Kran­ken­häuſern waren rauh, blu­tig und nicht ſel­ten ver­ſtö­rend. Aus medi­zi­niſcher Sicht hoch inte­reſſant, iſt dieſe das Haupt­au­gen­merk der Serie; an deſſen Ende oft erklä­ren­de Tex­te ein­ge­blen­det wer­den, z.B. zur durch­ſchnitt­li­chen Rate an Alko­hol­krank­hei­ten von Kin­dern und Jugend­li­chen der Zeit.
Im Gegen­ſatz zur bereits vor­geſtell­ten Serie „Bramwell“, fiel mir hier das Sym­pa­thiſie­ren mit einem beſtimm­ten Cha­rak­ter eher ſchwer. Ich ver­mu­te, daß es an der Art der Inhalts­darſtel­lung der Serie liegt. Bramwell erzählt eine vol­lſtän­di­ge Geſchich­te, wäh­rend Caſu­al­ty 1900s pro Staf­fel vie­le ein­zel­ne Fäl­le mit wenig Zuſam­men­hang auf­zeigt. Trotz­dem fin­de ich die drei Staf­feln ſehr anſpre­chend, unter­hal­tſam und inte­reſſant. Auch eini­ge Fol­gen dieſer Serie kön­nen bei „You­tube“ vor dem Kauf angeſe­hen wer­den.

Kurzbewertung

Hand­lungs­zeit­raum: 1906–1909
Kate­go­rie: Arzt­ſe­rie, Dra­ma
Spra­che: Eng­liſch
Hand­lung:
Authen­ti­zi­tät:
Cha­rak­terſym­pa­thie:
Geſamt­wer­tung:
Im Äther anſe­hen: “Apple TV”

 

Erſtellt am: 27.03.1888 | von: Chriſtine von Mesek-Sikorski

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