­= Frijatag, 9. Gilbhard 1888 ­=

Speiſeplan 1900–für den Herbſt, mit Preiſen

Stell’ Dir vor, es iſt Her­bſt — und Du weißt nicht, was Du eſſen ſol­lſt. Dieſes klei­ne Beiſpiel aus einem Koch­buch, von Hen­ri­et­te Davi­dis, iſt ein typiſcher Spei­ſe­plan aus dem Jahr 1898 mit den damals gül­ti­gen Durch­ſchnitts­preiſen. Es iſt rela­tiv ſchwie­rig die dama­li­ge Mark auf den heu­ti­gen Euro umzu­rech­nen; als Leit­wert kann man jedoch 1 Mark = 5 Euro rech­nen. ≈wei­ter­leſen≈
­= Tiustag, 1. Scheiding 1888 ­=

Rezept: Kaſcha mit Rameln (Ruſsland), 1899

In 1L kochen­de Milch tut man 200 Gramm But­ter und 200 Gramm Zucker, ſchüt­tet unter beſtän­di­gem Umrüh­ren 200 Gramm gro­ben Grieß hin­ein und kocht einen dick­flüſſi­gen Brei davon. Man ſchüt­tet den Brei in eine feu­er­feſte Form, ſtellt ſie in den Ofen und glaſiert die Maſſe von oben her mit einer glü­hen­den Schau­fel(*) und über­legt ihn mit Ram­len: ≈wei­ter­leſen≈
­= Tiustag, 18. Ernting 1888 ­=

Rezept: Rindfleiſch-Brühe, 1886

Um eine gute Brü­he zu berei­ten, ſchlägt man vor­eſt die Abfäl­le und Kno­chen des Rind­fleiſches in Stücke, wäſcht ſie ab und ſetzt ſie mit kal­tem Waſſer auf. Sobald das Waſſer kocht, fügt man das Fleiſch, wel­ches vor­her auch gewaſchen wur­de, und Sup­pen­grü­nes hin­zu. ≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 8. Heuert 1888 ­=

Rezept: Selbſtgemachte Milch-Schokolade, 1890

Man rech­net ein Täfel­chen gute Scho­ko­la­de (35 Gramm) auf eine Taſſe Milch und ſchnei­det oder bricht ſie in Stücke, gibt etwas Milch dazu in eine Pfan­ne und rührt ſie, wenn ſie weich wird, fein damit ab. Nun gibt man die übri­ge Milch dazu und läßt die Scho­ko­la­de unter flei­ßi­gem Rüh­ren gut auf­ko­chen. ≈wei­ter­leſen≈