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Ratgeber: Der Mann als Ehegatte und Hausherr

Ange­meſſene Eti­kette und guter Ton ſoll­ten das A und O jed­we­der geſel­lſchaft­li­cher Umgänge ſein. Umſo mehr iſt dar­auf zu ach­ten die eige­nen Kin­der von Anbe­ginn an dieſe For­men zu gewöh­nen und ihnen zu ver­deut­li­chen, wie wich­tig das reſ­pekt­volle und vor­ausſchau­ende Ver­hal­ten ande­ren Perſo­nen gegen­über iſt. Zur Auf­friſchung Dei­ner bereits exzel­len­ten Umgangs­for­men ſoll der fol­gende Bei­trag dienen.

Der Ehegatte und Hausherr

Als Ehe­gatte iſt der Mann dazu ver­pflich­tet, ſei­ner Gat­tin ein freund­li­ches Heim zu bie­ten, das Vater­haus zu erſet­zen und ihr eine ſon­nige Zukunft zu ſichern.

Er ſollte ſeine Gat­tin über ſei­nen all­ge­mei­nen, geſchäft­li­chen Stand unter­rich­ten; wie z.B. Ein­nah­men, Aus­ga­ben und Anſchaf­fun­gen. Im Beſon­de­ren, wenn die Exiſ­tenz von den Ein­künf­ten der Geſchäfte abhängt. Als Frau muß ſie ſich auf kom­mende Knapp­hei­ten einſ­tel­len können.

Keine miſs­mu­tige Stim­mung oder Zorn ſollte von außen ins Heim getra­gen wer­den. Die arme Gat­tin iſt mit ſol­chen Wider­wer­tig­kei­ten zu ver­ſcho­nen, denn ihr laſ­tet eine der­art Ver­ſ­tim­mung dop­pelt ſchwer am Herzen.

Trach­tet der Mann ob ſei­ner Ver­ſ­tim­mun­gen nach Zerſ­treu­ung ſo wäre es ihm ein Gutes, zuſam­men mit ſei­ner Gat­tin die Gedan­ken bei Thea­ter- oder Kon­zert­ver­anſ­tal­tun­gen abzulenken.

Im Streit mit der Gat­tin ſollte ſtets der Mann den erſ­ten Schritt zur Ver­ſöh­nung unter­neh­men; da er der Stär­kere iſt. Durch freund­li­che Zuſ­pra­che und Ver­nunft­gründe wird es ihm ſpä­ter mög­lich ſein, die Frau von ſei­nem Recht zu überzeugen.

Bei klei­ne­ren bis mitt­le­ren Anſchaf­fun­gen ſei dar­auf zu ach­ten, ſtets in bar – nicht per Kre­dit zu zah­len. Allzu ver­lockend ſind die Ange­bote, grö­ßere Sum­men in klei­nen Stücken zu til­gen. Doch ſchnell über­ſieht man Zins und Anhäu­fung ſol­cher „auf­geſcho­be­nen“ Rechnungen.

Tref­fen mit Freun­den oder das Beſu­chen von Ört­lich­kei­ten, zu denen er die Frau nicht mit­neh­men kann, ſollte der Ehe­gatte ſel­te­ner beſu­chen und dabei nicht an aus­ſchwei­fen­den Gela­gen teil­neh­men und gehe bei­zei­ten in nüch­ter­nem Zuſ­tande nach Hauſe zurück.

Ver­gnü­gen und Genüſſe ſollte der Gatte ſo viel als mög­lich mit der Frau tei­len, denn ſie iſt ſein beſ­ter Freund und nicht ſel­ten der beſte Berater.

Das Zart­ge­fühl der Frau darf nie ver­letzt wer­den. In ſei­nem gan­zen Weſen muß der Mann ſei­ner Gat­tin rückſichts­voll begeg­nen. Er zeige ſich ſtets zuvor­kom­mend und lie­bens­wür­dig und laſſe ſich nie von böſer Stim­mung beeinfluſſen.

Der Haus­herr iſt zuſ­tän­dig für die Beglei­chung grö­ße­rer Geld­poſ­ten, wie Miete, Anſchaf­fun­gen etc.. Dafür über­laſſe er der Gat­tin wöchent­lich, monat­lich oder vier­tel­jähr­lich das Wir­tſchafts­geld zur Beſtrei­tung der Koſ­ten des täg­li­chen Bedarfs. Dabei ſollte der Mann dar­auf ach­ten es ihr in nicht zu klei­nen Beträ­gen zu über­laſſen. Nichts iſt der Gat­tin unan­ge­neh­mer, als wegen jeder Klei­nig­keit erneut um Geld zu bitten.

Fer­ner ſollte der Mann die Buch­füh­rung ſei­ner Gat­tin von Zeit zu Zeit überprüfen.

Glaubt der Mann über Ver­nach­läſſi­gung, Unor­dent­lich­keit oder andere Miß­ſ­tände eine Zurecht­weiſung ertei­len zu müſſen, ſo erfolge dies ſtets unter vier Augen und auf rückſichts­volle Weiſe.

Jede Hand­rei­chung und Gefäl­lig­keit, die der Mann ſei­ner Frau erweiſt, wird dieſe hoch auf­neh­men und dem Herrn der Schöp­fung fällt keine Perle aus der Krone, wenn er ab und zu der Frau in ihren Haus­geſchäf­ten hilf­reich zur Seite ſteht.

Im Beiſein von Frem­den darf der Mann nur rau­chen, wenn auch der Gaſt eine ihm ange­bo­tene Ziga­rette oder Zigarre ange­nom­men hat.

Sind Damen zu Gaſte, dann gebie­tet es der Anſ­tand, das Rau­chen ein­zuſ­tel­len. Auch in Gegen­wart Frem­der mit Lun­gen­lei­den iſt das Rau­chen zu unterlaſſen.

Kommt die Gat­tin den häus­li­chen Pflich­ten nicht zur Genüge nach, ſollte der man ver­ſu­chen mit allen mög­li­chen Mit­teln, rückſichts­voll und zart­füh­lend und zunächſt in Güte ſie ſich zu erzie­hen; und zwar hauptſäch­lich durch das gute Beiſ­piel, das er ihr gibt.

Vor­al­lem iſt es erfor­der­lich, daß er all die guten Eigenſchaf­ten ſel­bſt beſitze, die er von der Frau verlangt.