­= Frijatag, 23. Hornung 1901 ­=

Notzeiten-Rezept: Apfelſuppe

Rezept­liſte : 500 Gramm Fall­äp­fel 1−1,5 Liter Waſſer Mehl zum Andicken, oder eine Kar­tof­fel Zucker belie­bi­ges Aroma (ſiehe unten) Die gewaſche­nen, ungeſchäl­ten Äpfel in Stücke ſchnei­den und gar­ko­chen. Durch ein Sieb rüh­ren und wie­der zum Kochen brin­gen. Das in kal­tem Waſſer ange­rührte Mehl oder eine gerie­bene, rohe Kar­tof­fel unter dau­ern­dem Rüh­ren zufü­gen und bis zum Gar­wer­den des

≈wei­ter­leſen≈
­= Donarstag, 4. Lenzing 1898 ­=

Rezept: Grieß-Auflauf, 1900

100 Gramm fei­nen Grieß läſſt man lan­gſam in 0,5 Liter kochende Milch ein­lau­fen, kocht ihn mit etwas But­ter gut aus und ſtellt ihn kalt. Nun treibt man 25 Gramm But­ter ſchau­mig ab, rührt ſie mit 70 Gramm geſto­ße­nem Zucker, der abge­rie­bene Schale einer hal­ben Citrone und 3 Eidot­tern 15 Minu­ten tüch­tig ab, ver­mengt den Grieß dann gut damit, hebt den feſten Schnee von 3 Eiweiß leicht dar­un­ter, füllt das Ganze in eine but­ter­beſtri­chene Form in bäckt es bei nicht zu gro­ßer Hitze.

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­= Wodanstag, 3. Lenzing 1898 ­=

Rezept: Süßer Reis-Auflauf, 1900

100 Gramm Reis wer­den in 0,5 Liter Milch mit etwas Zimt oder Vanille zu einem dicken Mus weich­ge­kocht. Dann treibt man 70 Gramm But­ter ſchau­mig ab, und rührt ſie mit 4 Eidot­tern und 70 Gramm Zucker 15 Minu­ten fein ab, gibt löf­fel­weiſe den abge­kühl­ten Reis dazu, zieht zuletzt den feſt­geſchla­ge­nen Schnee der 4 Eiklar dar­un­ter, beſtreicht eine Form mit But­ter und bäckt es lan­gſam eine halbe Stunde.

≈wei­ter­leſen≈
­= Wodanstag, 3. Lenzing 1898 ­=

Rezept: Vanille-Auflauf, 1902

0,25 Liter gute Milch oder Rahm wird mit einem Stück­chen klein­geſchnit­te­ner oder geſto­ße­ner Vanille auf­ge­kocht, kalt­geſtellt und vor dem Gebrauch geſeiht. Dann gibt man 50 Gramm fei­nes Mehl in eine Pfanne, nebſt 50 Gramm geſto­ße­nem Zucker, 1 Eidot­ter, 1 Körn­chen Salz, rührt es mit dem Vanille-Rahm lan­gſam recht fein ab und gibt 50 Gramm friſche But­ter hinein.

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­= Frijatag, 9. Gilbhard 1892 ­=

Speiſeplan 1900 – für den Herbſt, mit Preiſen

Stell‘ Dir vor, es iſt Her­bſt – und Du weißt nicht, was Du eſſen ſol­lſt. Dieſes kleine Beiſpiel aus einem Koch­buch, von Hen­ri­ette Davi­dis, iſt ein typiſcher Spei­ſe­plan aus dem Jahr 1898 mit den damals gül­ti­gen Durch­ſchnitts­preiſen. Es iſt rela­tiv ſchwie­rig die dama­lige Mark auf den heu­ti­gen Euro umzu­rech­nen; als Leit­wert kann man jedoch 1 Mark = 5 Euro rechnen.

≈wei­ter­leſen≈