­= Donnerstag, 3. September 1895 ­=

Rezept: Bereitung von Schmierſeife aus Küchenabfällen

Dieſe Seife wird mit Kalilauge bereitet. Man verwendet ebenfalls Fettabgänge, die man, wie in unſerem Artikel zur Betreitung von Kernſeife Artikel zur Betreitung von Kernſeife beſchrieben auskocht. Außer dieſen muß man aber auch noch Öl hinzunehmen, Hanf-, Raps-, oder Leinöl. Man ſiedet Öl und Fett ſolange mit Kalilauge, bis eine gleichmäßige Maſſe entſtanden. = weiterlesen =

­= Mittwoch, 2. September 1895 ­=

Rezept: Bereitung weißer Kernseife aus Küchenabfällen

Man sammelt sämtliche Fettabgänge des Haushalts, als da sind Schwarten, Wurstzipfel, Hammelfett, braungewordenes Backfett, Saucenfett, zu scharf gebratenes Schweinefett, Hasenfett, Hirschtalg usw. Ehe man es zum Seifekochen verwenden kann, muß man hieraus den klaren Talg gewinnen; dies geschieht auf dem Wege des Auskochens. = weiterlesen =

­= Donnerstag, 20. August 1895 ­=

Befeuerung des Küchenherdes

Damit die Speisen auf dem Kochherd gut geraten, muß man in erster Linie auf geeinete Befeuerung bedacht sein. Um einen großen Hirtzegrad zu erzeugen, bedient man sich am zweckmäßigsten der Steinkohle, doch sind Braunkohle oder Briketts für die Verwendung beim Kochen beinahe mehr geeignet, da sie langsamer brennen und eine mildere Glut verbreiten. Briretts bieten außerdem den Vorteil, daß man genau berechnen kann, wie viel Befeuerung man braucht und sind eins der billigsten Brennmateriale. = weiterlesen =

­= Mittwoch, 19. August 1895 ­=

Rezept: Vanille-Eis

In einer Kasserolle kocht mal 1/2 Liter gute Milch, tut 1/8 Pfund Zucker daran und eine Stange feingeschnittene und in ein reines Läppchen gebundene Vanille, dann quirlt man 6 Eidottern dazu, nimmt das Läppchen mit der Vanille heraus und rührt die Masse so lange, bis sie kalt wird. Sobald dies geschehen ist, tut man sie in eine Eisbüchse und läßt sie gefrieren. = weiterlesen =

­= Freitag, 26. Juni 1895 ­=

Die Geschichte der Gebrochenen Schrift

Mit dem Einzug der Gotik um das Jahr 1200, entstanden in Nordfrankreich die ersten ebenfalls gotischen gebrochenen Schriften – gebrochen deshalb, weil der Schreiber die Angewohnheit hatte, die runden Bögen der einzelnen Buchstaben zu brechen – gleich beispielsweise den Rundbögen von Kirchenfenstern, die durch den gotischen Stil an ihrem höchsten Punkt einen Bruch erfuhren (lat. Fraktur). = weiterlesen =