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Rezept: Bereitung von Schmierſeife aus Küchenabfällen

Dieſe Seife wird mit Kali­lauge berei­tet. Man ver­wen­det eben­falls Fett­ab­gänge, die man, wie in unſe­rem Arti­kel zur Betrei­tung von Kernſeife Arti­kel zur Betrei­tung von Kernſeife beſchrie­ben aus­kocht. Außer dieſen muß man aber auch noch Öl hin­zu­neh­men, Hanf-, Raps-, oder Leinöl. Man ſie­det Öl und Fett ſolange mit Kali­lauge, bis eine gleich­mä­ßige Maſſe ent­ſtan­den. Dann ſetzt man ſchär­fere Lauge hinzu und ſie­det wei­ter, bis die Seife als durch­ſich­ti­ger Leim erſcheint. Wenn die Ver­ſei­fung völ­lig geſche­hen iſt, ſo muß eine her­aus­ge­no­mene Probe klar blei­ben. Bil­det ſich jedoch an den Rän­dern ein grauer Strei­fen, ſo muß noch wei­ter geſot­ten wer­den. Schließ­lich gießt man die Seife zum Erkal­ten in ein Gefäß – Da dieſe Seife mit Kali­lauge(1) her­geſtellt iſt, ſo iſt ſie ſehr ſcharf und daher mit  V o r s i c h t  zu gebrau­chen.

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Anmer­kung:
(1) Kali­lauge iſt ſtark ätzend, daher muſs in kom­plet­ter Schutz­klei­dung und in gut durch­lüf­te­tem Raum gear­bei­tet wer­den. Es beſteht die Gefahr von Ver­ät­zun­gen auf Haut, Klei­dung, Arbeits­flä­chen etc.


Erſtellt am: 03.09.1894 | von: Christine von Meſek-Sikorſki
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