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Rezept: Klären von Gelantine und Hauſenblaſe

Für ſüße Sul­zen und Gelees eig­net ſich Hauſen­blaſe am beſten. Man rech­net für eine Gelee­form von 34 Liter 50 Gramm Hauſen­blaſe.

Sie wird in kleine Stück­chen geſchnit­ten, gewaſchen und mit 12 Liter friſchem Waſſer und 35 Gramm Zucker lan­gſam gekocht, wobei man von Zeit zu Zeit den auf­ſtei­gen­den Schaum mit einem ſil­ber­nen Eßlöf­fel abnimmt. Iſt die Hauſen­blaſe dann kriſtall­hell und zur Hälfte ein­ge­kocht, ſo wird ſie durch ein Tuch oder eine reine Ser­vi­ette in eine Por­zel­lanſchüſſel geſeiht und halb zuge­deckt.

Klären von Gelantine

70 Gramm Gel­an­tine feinſter Qua­li­tät wer­den mit der Schere zerſchnit­ten, gewaſchen, etwas Waſſer und 14 Liter Weiß­wein über dieſelbe gegoſſen, der leichte Schnee von 1 Eiklar, dazu gege­ben und das Ganze beſtän­dig gerührt, bis es kocht. Dann läſſt man ſie an der Seite fort­ko­chen, gibt den Saft 1 Zitrone und etwas Zitro­nen­ſchale dazu, deckt ſie gut zu und ſtellt ſie vom Feuer. Nach 14 Stunde ſpannt man eine Ser­vi­ette, die man durch laues Waſſer zieht und feſt aus­drückt, über die 4 Füße eines ver­kehr­ten Stuh­les, ſeiht die Gel­an­tine durch und gießt das Durch­ge­lau­fene ſo lange wie­der auf, bis es ſo hell wie Waſſer iſt.


Erſtellt am: 06.06.1897 | von: Christine von Meſek-Sikorſki
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